Mai
14

Einführung in die Meditation 2/9

Wurzeln der Meditation
Im Buddhismus, Hinduismus und Jainismus ist das höchste Ziel die Erleuchtung oder das Erreichen des Nirwana. In christlichen, islamischen und jüdischen Traditionen ist das höchste Ziel der meditativen Praxis das unmittelbare Erfahren des Göttlichen. Meditation als spirituelle Praxis ist immer auch in unterschiedliche religiöse, psychologische und ethische Lehrgebäude eingebunden. In westlichen Ländern wird die Meditation auch unabhängig von religiösen Aspekten oder spirituellen Zielen zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens und im Rahmen der Psychotherapie praktiziert. Im älteren deutschen Sprachgebrauch bezeichnet „Meditation“ einfach ein Nachdenken über ein Thema oder die Resultate dieses Denkprozesses. Meditative Praktiken sind ein wesentlicher Bestandteil vieler Religionen.

Techniken
Die vielfältigen Meditationstechniken unterscheiden sich nach ihrer traditionellen religiösen Herkunft, nach unterschiedlichen Richtungen oder Schulen innerhalb der Religionen und oft auch noch nach einzelnen Lehrern innerhalb solcher Schulen. In vielen Schulen werden abhängig vom Fortschritt der Meditierenden unterschiedliche Techniken gelehrt. Neben den traditionellen Meditationstechniken werden vor allem seit den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts im Westen viele von fernöstlichen Lehren inspirierte und an westliche Bedürfnisse angepasste Meditationsformen angeboten.
(Quelle: Wikipedia)

Die Vorbereitung zur Meditation

  • Versuche die Zeit der Meditation fest in deinen Tagesablauf einzuplanen.
  • Suche dafür einen ruhigen, gelüfteten Platz in deiner Wohnung wo du dich wohlfühlst.
  • Wähle eine stabile, nicht zu weiche Unterlage – Decke oder Kissen, so dass sich beim Sitzen deine Wirbelsäule gut aufrichten kann.
  • Für die Meditation musst du nicht unbedingt auf dem Boden mit gekreuzten Beinen sitzen, Meditation ist auch möglich auf einem Stuhl. Achte darauf dass du da mit deinem Rücken nicht anlehnst und mit beiden Füssen parallel auf dem Boden stehst.
  • Trage bequeme, lockere Kleidung, welche dich nicht einengt.
  • Wähle den Zeitpunkt am besten in der Morgendämmerung, da der Geist zu diesem Zeitpunkt die höchste Wahrnehmungskraft besitzt – durch die Nachtruhe ist er klar und ausgeruht.
  • Du kannst jedoch auch tagsüber z.B. beim Gehen im Wald oder beim Anblick eines Sonnenuntergangs meditieren in Form einer Kurzkontemplation.
  • Ausser bei einer Kurzkontemplation bereite auch deinen Körper vor indem du die Blase leerst, keine anregenden Getränke und schwere Nahrung zu dir nimmst.
  • Lege die Dauer der Meditationssitzung fest damit du dich entsprechend motivieren kannst. Denke daran, lieber regelmässig 15 Minuten als ab und zu 1 Stunde meditieren.

Nächste Woche gehts weiter mit Teil 3…

Mai
08

Einführung in die Meditation 1/9

Was ist Meditation?
Hast du schon einmal bewusst darauf geachtet, wie dein Geist ständig von einem Thema zum anderen springt? Wie schnell du dich grundlos ängstigst und aus Mücken Elefanten machst? Wie es dir trotz  bester Absicht nicht gelingt, eine schlechte Gewohnheit abzustellen? Wachst du auf voller Sorgen wie der kommende Tag werden wird? Bist du reizbar oder ungeduldig?

Solche Gefühle zeigen, dass du seelisch unter Druck stehst und dein Geist seine Mitte verloren hat. Dafür gibt es ein schnell wirkendes Gegenmittel: Meditation!

Meditation ist eine Reinigungserfahrung, dies kann auf der körperlichen, energetischen, emotionellen oder geistigen Ebene eine Reinigung sein. Durch diese Reinigung wird dir der Zugang zur eigenen wahren Natur wieder freigemacht. Wenn du zu deiner wahren Natur kommen willst, musst du zuerst deine inneren Unreinheiten überwinden und klären. Durch die Meditation kann es geschehen, dass diese an die Oberfläche des Bewusstseins kommen und du sie loslassen kannst. Das ist wie mit der Sonne: die Sonne existiert immer, auch wenn sie hinter den Wolken verschwunden ist, nur siehst du sie nicht. Genauso sind manchmal alle möglichen Wolken vor deinem Geist. Dann spürst du deine innere Freude überhaupt nicht mehr, sondern denkst ständig an alles Mögliche, wenn du überhaupt noch etwas klar denken kannst. Wenn der Geist wenig konzentriert oder voller dunkler Gedanken ist, dann scheint dein eigentliches wahres Selbst, deine innere Sonne, nicht mehr.

Ist der Geist hingegen ruhiger, dann strahlt das Glück des Selbst. Wolken ziehen vorüber und die Sonne geht auf. So gesehen ist die Meditation auch ein wichtiger Aspekt des spirituellen Weges, dass du dich von den verschiedensten inneren Unreinheiten befreien und lösen kannst. So kann Meditation helfen tiefe körperliche und seelische Verspannungen zu lösen, Energien können wieder zum Fliessen kommen, Gedanken können sich klären und das Bewusstsein kann erweitert werden.

Meditation bedeutet, „sich mit einem Objekt vertraut machen“. Das Objekt, auf das man sich konzentriert, nennt man Meditationsobjekt. Die Wahl des Objekts wirkt sich direkt auf den Geist des Übenden aus – darum ist deren Wahl besonders von Bedeutung. Wählst du z.B. eine Blume, eine Kerze, ein Bild etc. das positive Gedanken hervorruft, verändert sich der Geist positiv und du kommst in einen friedlichen, angenehmen Zustand. Wählst du ein Objekt, das bei dir negative Gedanken hervorruft, wird dein Geist negativ verändert und du empfindest einen unangenehmen Zustand. Wählst du hingegen ein Objekt, das bei dir weder gute noch schlechte Gedanken hervorruft, bleibt dein Geist zwangsläufig unverändert, neutral. Da wir aber meditieren um etwas Positives zu erreichen, ist es natürlich sinnvoll, ein positives Meditationsobjekt auszusuchen.

Wozu meditieren wir?
Alle Lebewesen streben nach Glück und Wohlergehen – niemand will leiden…

In unserer Lebensspanne von ca. 80-100 Jahren gehen wir tagtäglich denselben Beschäftigungen nach: wir arbeiten, essen, trinken, schlafen und sind stets bemüht, uns Glück und Wohlergehen zu verschaffen.  Warum sind denn trotzdem so viele Menschen unglücklich? Warum gelingt es ihnen nicht das dauerhafte Glück zu finden? Viele Probleme, die meistens aus einer falschen inneren Einstellung entstehen, sorgen dafür, dass unser Glück nie allzu lange anhält. Es wird oft getrübt durch zwischenmenschliche Beziehungen die nicht mehr intakt sind, durch Stress am Arbeitsplatz, Geldsorgen, Probleme bei der Erziehung der Kinder usw. … Oft suchen wir die Ursachen des Leidens ausserhalb von uns selber – aus Bequemlichkeit? Doch die wahre Ursache des Leidens findest du nur, wenn du den Blick nach innen richtest. Wenn du also den Blick nach innen richtest, gelangst du zur Erkenntnis, dass die wahre Ursache vieler Leiden im Wesen deines Geistes liegt.

Nach dieser Auffassung bist du somit deines eigenen Glückes Schmied! Insofern dient Meditation auch dazu, Körper und Geist in Einklang zu bringen und einen angenehmen, harmonischen Zustand des inneren und äusseren Friedens herbeizuführen.

Nächste Woche gehts weiter mit dem 2. Teil…

Mrz
22

Der 8-fache Pfad des weisen Patanjali (Zusammenfassung)

1. Stufe “Yama” – der Umgang mit Anderen
Yama verkörpert den ethischen Verhaltenskodex den wir im Leben befolgen müssen und erinnert uns an unsere Verantwortung als soziale Wesen. Yama hat fünf Prinzipien:
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Nov
07

Chakra

Chakra-Yoga Einführung

Der Ursprung der Chakra-Lehre liegt im Hatha-Yoga und im Kundalini-Yoga. Im Hatha-Yoga geht es darum den Körper geschmeidig und gesund zu erhalten, während Kundalini-Yoga auf die spirituelle Entwicklung ausgerichtet ist. In der Arbeit mit den Chakras werden diese beiden Aspekte – körperliche Gesundheit und spirituelle Weiterentwicklung – miteinander verbunden. Der Energiefluss im feinstofflichen Körper wird angeregt, alle Chakras mit Energie versorgt und Blockaden werden abgebaut. weiter…